Gott sei stets in mir

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Musikalischer Gottesdienst
zur Erinnerung an die Übergabe der Confessio Augustana
anlässlich der Visitation durch Prälat Dr. Christian Rose

Sonntag, 25. Juni 2017 – Stadtkirche St. Dionysius Böblingen
(Liedblatt: CA-Gottesdienst mit Musik)

Predigttext: Nehemia 8 und Matthäus 5 in Auswahl

Fischer-Walter Vogel
„Friedensvogel“ von Claudia Fischer-Walter – Installation in der Stadtkirche im Sommer 2017

 

(Das Wort vor dem Tor)

Es ist nicht ganz einen Monat her, da machten sich hunderttausend Menschen oder mehr auf den langen und wegen der Hitze recht beschwerlichen Weg auf die Elbwiesen vor Wittenberg. Vor den Toren der Stadt feierten sie einen großen Gottesdienst zum Abschluss des Kirchentags, ein fröhliches Fest mit Musik, Gebet und einem Picknick, so wie die Leute in Israel im Anschluss an Esras Predigt – so wie die Menschen, die sich um Jesus versammelt hatten auf dem Berg in Galiläa, von wo aus er sie lehrte…

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Kirche in der Stadt

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Impuls zum Gemeindeforum am 31.03.2017
Stadtkirche Böblingen
Text: Gerlinde Feine – Orgel: Eckhart Böhm

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(c) Andreas Blauth

(Ferngerückt – unter dem Kruzifix)

Kirche in der Stadt.
Schon über 1000 Jahre. Nur am Ende des Tausendjährigen Reichs hatte sich‘s mal vorübergehend ausgepredigt.
Nach dem letzten Krieg haben sie die Steine hier oben neu sortiert:
Ein Schloss brauchten sie nicht mehr – lieber Bäume und Wind und einen Park zum Flanieren und Flirten.
Wohl aber brauchten sie ein Haus, an dem sie zusammenkommen konnten. Wo es Brot und Wein gab. Wo Kinder getauft und Tote betrauert wurden.

Kirche im Zentrum der Stadt.
Wahrzeichen. Viel fotografiert. Selten besucht.
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An Ostern flirrt die Luft!

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Predigt über Matthäus 28,1-10 am Ostersonntag 2017 in der Stadtkirche Böblingen

Der Predigttext ist zugleich Evangeliumslesung (in der Übersetzung der Basisbibel).
Vor der Predigt spielt Kantor Eckhart Böhm

Ch.M.Widor: Toccata F-Dur (5. Orgelsinfonie, Schlußsatz)*

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(Himmlische Unruhe)

Heute morgen flirrt die Luft.

So wie flinke Finger über die Tastatur laufen und die Akkorde wie kleine Staccatowellen in den Raum schicken. So flimmerts und flirrts und surrts und schwirrts…

Du kannst es richtig kribbeln spüren. Diese produktive Unruhe, dieses Flimmern in der Atmosphäre… Alles in Bewegung, aber nur ganz sacht, klein, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, aber unwiderstehlich stark…

Hinter den Kulissen. Hinter dem heller werdenden Blau des Morgenhimmels, auf der Rückseite der Wolken, über der Atmosphäre. Da machen sie sich bereit für den großen Moment, nehmen ihre Plätze ein, drängeln sich nach vorn, dort, wo man die beste Sicht hat auf die Erde. Denn gleich passierts… Weiterlesen

Gib, was du brauchst

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Predigt über Markus 12,37kupfermuenzen-angelaufen-44 am 19.3.2017 – Stadtkirche Böblingen

Am Ausgang

„Der Eintritt ist frei. Um eine Spende am Ausgang wird gebeten.“ – Und dann stehen da, nach der Veranstaltung, dem Konzert, dem Gottesdienst…., Menschen mit Körbchen in der Hand an jeder Tür, und man kommt nicht hinaus, ohne auch an ihnen vorbeizugehen. Man kann sie nicht ignorieren. Und guckt natürlich, wie viel schon drinliegt.

Ist ja auch eine Richtschnur.

Hmmm. Lauter Scheine. Da sind die 2 Euro aus meinem Münzfach zu wenig. Aber den Fünfziger kann ich nicht opfern. Der muss noch bis Mittwoch reichen. Darf man eigentlich wechseln in solchen Körbchen, kniggetechnisch? Darf man sagen: „Heute nicht“? Wenn wir zu zweit sind, dann sagen wir das – „das ist jetzt von uns beiden“. Wenn ich kein Geld dabei habe, druckse ich herum. Und manchmal bin ich schon wieder zurückgekommen, habe noch gebracht, was ich im Auto hatte oder im Büro. Denn so ein Körbchen ist ziemlich öffentlich. Alle können sehen, ob ich großzügig bin. Oder knapp bei Kasse.

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Es bahnt sich etwas an

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Predigt am 10. Dezember 2017 (3. Advent) (Danke, Friedrich Mildenberger!):
Zitate aus: The Times, they are a-changin‘(Bob Dylan)

Unruhige Zeiten

Es bahnt sich etwas an. Unruhige Zeiten. Merkwürdige Zeichen.

Kommt, Leute, schart euch zusammen, wo auch immer ihr seid.
Erkennt, dass das Wasser um euch herum angestiegen ist
Gebt zu, ihr werdet bald durchnässt sein bis auf die Knochen.
Wenn euch eure Zeit etwas wert ist,
dann fangt besser an, schwimmen zu lernen,
sonst sinkt ihr wie Steine.
Denn: es kommen andere Zeiten!
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 Es bahnt sich etwas an. Etwas Großes. Unaufhaltsames.

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Sehen, woran wir sind

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Predigt am 15. Januar 2017 – 2. Sonntag nach Epiphanias
mit Dank an das Zentrum für Predigtkultur für die inspirierenden Diskussionen und das allwöchentliche Teilen von Wörtern und Gedanken

Nach dem Aufbruch aus Ägypten, nach dramatischen Szenen am Roten Meer und wundersamen Erfahrungen in der Wüste lagert das Volk Israel am Sinai. Und Mose steigt auf den Berg, um mit Gott zu reden „wie ein Mann mit seinem Freund redet“. Lange – sehr lange – bleibt er weg. Die unten haben schon Zweifel, ob er überhaupt wiederkommt. Doch er will nicht aufbrechen ohne einen Beweis, dass Gott seine Versprechen hält. Hört selbst, was erzählt wird im 2. Buch Mose im 33. Kapitel:

Gott sprach zu Mose: Du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
Und Mose sagte: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!
Und Gott antwortete: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen meinen Namen vor dir. Er lautet: 
Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.
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Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.

(Schau mir in die Augen, Kleines)

Sie gehen hintereinander her. Ein Mann und eine Frau. Der Weg ist steil und gefährlich. Links und rechts merkwürdige Gestalten, die nach ihnen greifen. Stimmen in der Dunkelheit. Seltsame Geräusche. Die Frau bekommt Angst. Ruft. Bittet ihren Führer, sich doch wenigstens kurz zu ihr umzudrehen und sie anzuschauen. Doch der bleibt stumm und standhaft.

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Ich schenk dir ein Wort

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Mitmach-Predigt zur Jahreslosung 2017
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Gott spricht:
Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.

(Ez 36, 26)

Die Rechte am verwendeten Bild liegen bei Anne Fischer. Wer Anregungen aus dieser Predigt übernehmen und dabei ihre Umsetzung verwenden möchte, wird freundlich gebeten, ihr Einverständnis dazu einzuholen. www.atelierannefischer.de

(In memoriam Stefan Henze)

Ivonette Balthazar hat ein neues Herz.

Im letzten Sommer wurde es ihr geschenkt. Und machte es möglich, dass sie Weihnachten feiern konnte mit der ganzen Familie. Und mit vielen freundlichen Gedanken an den, dem sie dieses Herz verdankt.

Stefan Henze war Sportler. Kanutrainer. Unterwegs zu den Olympischen Wettkämpfen, als das Taxi in den Straßen Rios verunglückt. Seine Kopfverletzungen zu schwer, um ihm noch helfen zu können. In seiner Brieftasche ein Organspenderausweis. In seinem Körper gesundes Gewebe, das andere retten kann.

Am 15. August 2016 hört sein Herz auf, für ihn zu schlagen. Ein paar Stunden später kann man es in Ivonettes Brust pochen hören. Ein neues Herz. Ein neues, gesünderes Leben. Viele Einsichten. Veränderte Einstellung. Zweite Chance. Alles neu. Weiterlesen

Hineni – Hier bin ich.

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Lange Nacht der Museen – Böblingen, 12.11.2016
Stadtkirche St. Dionysius

Kunst-und-Klang-Performance
Linde Wallner – „Leuchten“
Eckhart Böhm – Orgel
Gerlinde Feine – Lesung

In Memoriam Leonard Cohen

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MUSIK

(Engelsflügel Kanzelseite beim Kreuz und Totenbuch)

Nun also auch Leonard Cohen.

Nach David Bowie, Prince, Alan Rickman und all den anderen wieder ein ganz Großer, der in diesem Jahr gestorben ist. Ein „Singer/Songwriter“. Einer, der in Bildern sprechen und singen konnte, die auf der ganzen Welt verstanden wurden. Ähnlich wie Bob Dylan, dem er vor ein paar Wochen zum Literaturnobelpreis mit der Bemerkung gratulierte, das sei, als ob man dem Mount Everest einen Preis dafür zuerkennt, der höchste Berg der Welt zu sein.

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Eine Schwäche für uns

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Predigt zu 1. Kor 1, 18-25im Gottesdienst am 5. Sonntag nach Trinitatis – 26.06.2016 in der Stadtkirche Böblingen. Für die Frauen und Männer des Jahrgangs 1936 war der Gottesdienst zugleich Auftakt ihrer 80er-Feier.

 

Der stärkste Mann der Welt

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Da steht er: Der stärkste Mann der Welt!
Was für ein Anblick: Ein riesengroßer Kerl. Ein richtiger Brocken. Wie der ganz lässig seine Muskeln spielen läßt! Furchteinflößend.
Der Zirkusdirektor wedelt mit Geldscheinen: „Hundert Kronen für den, der den starken Adolf besiegt…! Hundert Kronen, überlegen sie sich das, meine Damen und Herren!“

So lockt der Zirkusdirektor die Leute zur Manege. Ob sich wirklich einer traut – ?!? So dumm wird niemand sein von den untrainierten Hänflingen ringsum… Das ist doch klar, dass man sich mit so einem nicht anlegt. Nicht, wenn man nicht lebensmüde ist. Oder sich selbst nicht richtig einschätzen kann. Der Zirkusdirektor lächelt zufrieden. Die Attraktion wirkt: Sie lockt die Leute an, und das allein zählt: Wo der stärkste Mann der Welt ist, da sind auch die anderen Kunststücke nicht ohne! Da lassen sich die Leute auch mit weniger führen und lenken und blenden und ausnehmen. Alte Zirkusweisheit. Weiterlesen

Die Trinität in der Musik

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KRZBB-NotizKonzertGD
Es war ein Experiment: Kantor und Pfarrerin predigen gemeinsam, aber vom jeweils
angestammten Platz aus. Das Es-Dur-Präludium zieht sich dabei durch den gesamten Gottesdienst, wird in die Choräle verwebt und ist erst am Schluß konzertant zu hören.  Intensive Vorbereitung und wechselseitiges Anteilgeben an den eigenen Zugängen zum Thema zeigten: Musik und Theologie haben sich viel zu sagen…. und wenn die Töne sprechen, kann der Text getrost zurücktreten. Da aber beides durchgängig ineinander verschränkt wurde, soll hier auch der Gottesdienstablauf mit dokumentiert werden.

KonzertGottesdienst am 29. Mai 2016
 (1. Sonntag nach Trinitatis)
Stadtkirche Böblingen
Orgel: Kantor Eckhart Böhm
Predigt und Liturgie:
Pfarrerin Gerlinde Feine

Glockenläuten
„Vater“-Thema aus dem Es-Dur-Präludium
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